Wie misst man den inkrementellen Kampagneneffekt mit einer Kontrollgruppe?
Primärer Estimand ist die absolute Ergebnisdifferenz zwischen zugewiesenen Gruppen. Relativer Lift und inkrementelle Conversions sind sekundäre Transformationen mit klarem Nenner und Population.
Direkte Antwort
Den Kampagnen-ITT und sein Intervall schätzen.
Primärer Estimand ist die absolute Ergebnisdifferenz zwischen zugewiesenen Gruppen. Relativer Lift und inkrementelle Conversions sind sekundäre Transformationen mit klarem Nenner und Population.
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Direkte Antwort
Eine randomisierte Kampagne wird zuerst anhand der absoluten Ergebnisdifferenz zwischen allen Test- und Kontrolleinheiten bewertet. Relativer Lift und inkrementelle Conversions sind sekundär und ersetzen weder ITT noch Intervall.
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Entscheidungsfrage
Welche Conversion-Differenz erzeugt die Zuweisungspolitik in der geeigneten Population und im vorab festgelegten Fenster, mit welcher Präzision und gegenüber welcher Wertschwelle?
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Population, Einheit und Horizont
Population: vor der Zuweisung geeignete Einheiten. Einheit: tatsächlich randomisierter Kunde, Cookie, Standort oder Region. Horizont: 14 Tage im Beispiel. Jede Einheit verbleibt im zugewiesenen Arm.
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Estimand und Design
Primärer Estimand ist der mittlere Zuweisungseffekt ITT = E[Y(1)−Y(0)]. Randomisierung zielt auf Ausgangsaustauschbarkeit; Konsistenz, Positivität und fehlende Interferenz bleiben erforderlich.
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Benötigte Daten
Einheiten-ID, Eignung, Zuweisung, Ergebnis, Beobachtungsstatus, Exposition, Fenster und vorab beschlossene Ausschlüsse aufbewahren. Aggregate allein diagnostizieren keine Duplikate, Ausfälle oder Kontamination.
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Identifikationsannahmen
Die Zuweisungsfolge muss unvorhersehbar und auf die deklarierte Einheit angewandt sein; Test und Kontrolle müssen klar definiert sein; Nachbeobachtung darf nicht armabhängig sein; Interferenz erfordert ein eigenes Modell.
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Modell und Symbole
Bei binärem Ergebnis gilt p̂1=y1/n1 und p̂0=y0/n0. Primärer Effekt ist Δ̂=p̂1−p̂0. Lift ist Δ̂/p̂0; inkrementelle Test-Conversions sind n1×Δ̂. Nenner stets deklarieren.
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Reproduzierbare Berechnung
CSV lesen, zwei eindeutige Arme und Nenner prüfen, Raten aus Zählwerten neu berechnen, Δ̂, Standardfehler und Intervall berechnen, erst dann Lift und inkrementelles Volumen. Kein Seed: Das Beispiel enthält realisierte Zählwerte.
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Referenzergebnis
Kontrolle: 1.600/20.000 = 8,00 %. Test: 1.900/20.000 = 9,50 %. ITT = +1,50 Prozentpunkte; Lift = 18,75 %; 300 inkrementelle Test-Conversions.
| Arm | n | y | Rate |
|---|---|---|---|
| Control | 20 000 | 1 600 | 8.00% |
| Test | 20 000 | 1 900 | 9.50% |
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Unsicherheit
Die Normalapproximation ergibt SE=0,2826 Punkte und 95-%-KI [0,946; 2,054]. Bei kleinen Zählwerten Score-Intervall verwenden; bei Clusterzuweisung Varianz auf Randomisierungsebene schätzen.
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ITT, Exposition und Adhärenz
Im Testarm gibt es 17.400 Expositionen bei 20.000 Zuweisungen. ITT behält alle Einheiten. Beschränkung auf Exponierte ändert den Estimand und führt Post-Randomisierungsselektion ein.
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Fehlende Ergebnisse
Im Referenzdatensatz fehlen keine Ergebnisse. In Produktion Fehlwerte nach Arm berichten, Mechanismus erklären und begrenzte Sensitivität durchführen. Differenzielles Löschen kann den Randomisierungsvorteil aufheben.
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Protokolldiagnostik
Erwartetes Stichprobenverhältnis, Duplikate, Vorbehandlungsbalance, Tracking, Kontamination, Interferenz und Fenster prüfen. Dies diagnostiziert das Protokoll und ersetzt nicht die Schätzung.
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Häufige Fehler
Typische Fehler: Exponierte als randomisiert behandeln, Nichtkonvertierte nachträglich ausschließen, absolute Differenz Lift nennen, ITT mit falscher Population multiplizieren, früh stoppen oder Multiplizität ignorieren.
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Interpretation
Unter dem deklarierten Protokoll ist der Bereich mit positivem Politikeffekt für diese Population und dieses Fenster vereinbar. Er beschreibt weder nur Exponierte noch Persistenz über 14 Tage oder Übertragbarkeit.
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Vertretbare Entscheidung
Untere ITT-Grenze mit vorab festgelegter Wertschwelle vergleichen und unter Kosten, Risiko und Kapazität Rollout, weiteren Pilot oder Stopp wählen. Die Entscheidung bleibt menschlich.
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Unzulässige Entscheidung
Effekt nicht nur Exponierten, einem Kanal einer Multichannel-Kampagne, Nachfrageerzeugung statt Zeitverschiebung oder künftiger Leistung außerhalb von Population und Fenster zuschreiben.
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Implementierung und Ergebnis
Das Mindestergebnis enthält eingefrorenes Protokoll, Flussdiagramm, Armzählungen, absolutes ITT, 95-%-KI, Lift, inkrementelles Volumen, Diagnostik, Wertschwelle, Grenzen und Entscheidungen. CSV und Python reproduzieren die Zahlen.
CSV · CC0
msc-p013-campaign-incrementality.csv ↓Python · MIT
msc-p013-reference.py ↓19
Wissenschaftliche Quellen
Hernán und Robins begründen kontrafaktisches Denken, Randomisierung und ITT. Fagerland, Lydersen und Laake dokumentieren Intervalle für Anteilsdifferenzen und Wald-Grenzen. Keine Quelle belegt kommerzielle Leistung.
- Hernán & Robins, Causal Inference: What If ↗Full text verified
- Fagerland, Lydersen & Laake (2015) ↗Full text verified
Datensatz · Werkzeug
Methodische Verbindungen
